B. Über Pfingsten (2011) in Friesland…..

wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben.

Das Boot und das Auto standen abreisefertig im Hof. Nachts um 3 Uhr ging es los. Ab nach Heeg an´s Heeger Meer. Wir hatten uns der Pfingstfahrt der “Famas” angeschlossen, der Klassenvereinigung der Fam. Unsere Fam hatten wir ja nur kurz und nie im Wasser, aber der Klassenvereinigung waren wir beigetreten. So ging es mit der Varianta und dem eigens als Zugfahrzeug angeschafften alten Ford Mondeo auf die Reise. Nur sehr weit kamen wir nicht. Der Motor wurde zu heiß. Hmmm, nach dem Öl hatte ich ja vor der Fahrt geschaut, das Kühlwasser hatte ich wohl vergessen. Um die Motortemperatur runter zu bekommen wurde die Heizung und das Gebläse auf “volle Lotte” gestellt. Das hat funktioniert. Eineinhalb Liter Wasser nachgefüllt und alles war wieder gut – bis zum nächsten Halt an einer Tankstelle. Fast gut, denn beim Startversuch brach der Zündschlüssel ab und blieb im Zündschloß stecken. Mit einer Zange ließ sich der Schlüsselstummel gerade noch drehen und wir konnten weiter fahren. Man kommt sich wie ein Autoknacker vor, wenn man mit der Zange das Fahrzeug schließen und starten muss (einen Ersatzschlüssel hatten wir natürlich nicht dabei).

In Heeg angekommen wurde Mathilde mit dem Slipwagen zu Wasser gelassen, dank der Hilfe der bereits anwesenden Famas-Mitglieder ging das recht sauber und auch der Mast war schnell gestellt.

Mathilde wurde beladen und reisefertig gemacht. Die erste Nacht im Boot folgte.

Frühstück mit Kaffee und Toast an Bord….

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klappte sogar mit vier Personen 🙂

Das wir uns kurzfristig für die Varianta entschieden hatten, war völlig richtig. Sie ist zwar nur ein wenig größer als die Fam, aber der Platz den man mehr hat, ist schon fast “Luxus”. Auf der ganzen Fahrt blieb es im Boot trocken – bei Regen und Wind schon eine gute Sache. Kein Kondenswasser in der Kajüte und auch sonst kam kein Tröpfchen rein.

So konnten wir unsere erste Fahrt durch die Kanäle und die erste Brückendurchfahrt genießen.

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auch wenn mein Gesichtsausdruck nicht ganz sooo entspannt scheint

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Warten im “Päckchen” vor einer Brücke.

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Am Abend wurde gemeinsam gegrillt und der gelungene Tag gebührend gefeiert.

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Fotos von Unterwegs und so:

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Irgendwie habe ich keine Fotos vom Segeln – schade 🙁

Die letzte Nacht im Hafen

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war aber nicht die letzte im Boot 🙁

denn beim Tanken des Autos rastete das Lenkradschloß ein und der Schlüsselstummel ließ sich gar nicht mehr bewegen.

Da standen wir an der Zapfsäule und nichts ging mehr.

Der herbei gerufene Pannendienst konnte auch nicht helfen und nahm das Auto mit in die Werkstatt – nicht ohne uns zu sagen, dass das heute sicher nichts mehr wird. Er zog unser Boot in eine Ecke des Rastplatzes und wir verbrachten eine weitere Nacht im Boot und warteten auf das Auto –

26 Stunden lang !!!

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DAS HAT KEINEN SPAß MEHR GEMACHT !!!

Natürlich waren wir ziemlich fertig. Während sich Karin am späten Nachmittag in´s Boot legte um ein wenig auszuruhen, ging ich mit dem Hund spazieren. Als ich zurück an´s Boot kam stand unmittelbar vor unserem Boot ein polnischer Kleinlaster. Mit seiner Anhängerkupplung schon sehr dicht am Kupplungsmaul von unserem Trailer. Warum stand der wohl da? Als ich zuvor mit dem Hund loszog, stand der noch neben uns in einer anderen Parkbucht. Die beiden Männer, die am Kleinlaster etwas verunsichert standen entfernten sich und und gingen zu ihren Kollegen in der benachbarte Parkbucht. Eigentlich konnte es nur einen Grund geben, sich vor uns zu stellen – aber soooo böse denke ich gar nicht. Oder doch? Nach einer Weile fuhren sie ihren Kleinlaster dann auch wieder zurück zu ihren Kollegen. Im Falle des Falles hätte es einige verwirrte Menschen gegeben. Karin im (geklauten) Boot, ich ohne Frau und Boot und die Polen mit Boot und meiner Frau an Bord. Aber das alles bilde ich mir hoffentlich nur ein und habe die Situation völlig falsch eingeschätzt – oder?

Nach 26 Stunden war unser Auto wieder “fahrbereit” – nicht aber repariert.

Das Zündschloß war auch kaputt und wurde ausgebaut – die Lenkradschloßarretierung gegen ungewolltes Einrasten mit einem Holzstückchen “gesichert”.

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Das Auto ließ sich starten (quasi kurzschließen) und wir konnten endlich nach Hause fahren.

Die Unannehmlichkeiten mit dem Auto änderten aber nichts daran, dass die eigentliche Pfingstfahrt (auf dem Wasser) ein wirklich tolles Erlebnis war.

Mathilde hat sich als zuverlässiges und durchaus tourengeeignetes Boot erwiesen (ganz nebenbei wurde Mathilde auch endlich richtig getauft).

Alle Bilder in original Größe zum download hier